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Peter und Paulsbote

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Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Leinfelden und Heilig Kreuz Musberg
Nr. 2
Juni 2021
62. Jahrgang


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Kirche – wie wir sie vermissen und wie wir sie uns wünschen


Die Kirche als versammelte Gemeinschaft – hier auf dem Bild beim Fronleichnamsgottesdienst – ist in diesen Pandemiezeiten so nicht möglich. Wir vermissen das und wünschen uns, dass es bald wieder so ähnlich sein kann. Der Wunsch ist aber nicht nur, dass wir uns wieder von Angesicht zu Angesicht und nahe begegnen können. Es ist auch der Wunsch nach einer Kirche, wie es gerade in diesem Bild der Eucharistie-Gemeinschaft zum Ausdruck kommt. Die EUCHARISTIE, so hat es das Zweite Vatikanische Konzil ausgedrückt, ist „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (LG 11). Hier findet die Kirche zu ihrem tiefsten Wesen, aus dieser Quelle fließt alles Leben, da findet die Kirche auch ihre Aufgaben bis hinein ins soziale und politische Engagement in der Welt. Im ökumenischen Sozialpapier der Bischöfe heißt es: „Die Christen können nicht das Brot am Tisch des Herrn teilen, ohne auch das tägliche Brot zu teilen.“ Die dreifache Gegenwart Jesu in der versammelten Gemeinde, in seinem Wort an uns und im Eucharistischen Brot wirkt in uns selbst weiter als „Leib Christi“. Das Eucharistische Brot ist Leib Christi nicht außerhalb von uns, sondern in mir und im Verbund mit der kirchlichen Gemeinschaft. So hat es der Kirchenlehrer Augustinus schon im 5. Jahrhundert bei einer Ansprache an Neugetaufte ausgedrückt: „Was ihr also da seht, ist Brot und ein Kelch. … Was aber der Glaube erst noch lernen muss, ist dieses: Das Brot ist der Leib Christi. … Wenn du aber verstehen willst, was der Leib Christi ist, dann höre auf den Apostel. Der sagt den Gläubigen: ‚Ihr seid Christi Leib und Glieder‘ (1 Kor 12,27). Wenn ihr selbst also Leib Christi seid und seine Glieder, dann liegt euer eigenes Geheimnis auf dem Altar. Ihr empfangt also euer eigenes Geheimnis. … Seid, was ihr seht, und empfangt was ihr seid: Leib Christi.“ Die Wandlung des Brotes in den Leib Christi ist kein Hokuspokus, das der (männliche) Priester bewerkstelligen kann. Es ist unsere eigene Wandlung aus der gemeinschaftlichen Beziehung mit Jesus Christus. Ein tiefes Geheimnis, das es immer neu sich zu verinnerlichen gilt. Es ist beileibe nicht frommbeschaulich, sondern höchst gefährlich. Man hat es nie als Besitz, sondern muss sich selbstkritisch öffnen für neue Wege, die Gott jetzt von mir, in vielfältigen Anfragen dieser Tage von der Kirche fordert. Der Anspruch als eucharistischer Mensch zu leben hat der religiöse Dichter Lothar Zenetti in herausfordernde Verse gekleidet:

Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste sei in der Messe.
Sie werden antworten: Die Wandlung.
Sag hundert Katholiken das Wichtigste im Glauben sei die Wandlung.
Sie werden antworten: Nein, es soll alles bleiben, wie es ist.

Pfarrer Hans Stehle




Kurz Notiert

Am 11. Mai feierte HERR PFARRER DR. KACZMAREK das 25-jährige Jubiläum seiner Priesterweihe. Seit 2003 kommt er zur Ferienvertretung in unsere Seelsorgeeinheit. Viele haben ihn richtig ins Herz geschlossen mit seiner sympathischen, fröhlichen, menschlichen Art, wie er sich auf unsere Gemeinden
und die Menschen einlässt und für sein überzeugendes priesterliches Wirken. Wir wünschen ihm weiterhin Gottes reichsten Segen für seine vielfältigen
Aufgaben. Offensichtlich kommt er gerne zu uns. Und so freuen wir uns, ihn ab dem 7. August für drei Wochen wieder in unseren Gemeinden als Urlaubsvertretung begrüßen zu können.

Das jährliche Vater -Kind-Zelten ist vom 18. bis 20. Juni auf dem Zeltplatz Baierbacher Hof (bei Schwäbisch Hall) geplant. Viele Väter und Kinder hoffen, dass das‚ Vaki‘ zumindest teilweise durchgeführt werden kann. Bis dahin warten wir gespannt und halten uns weiter an alle Corona-Regeln.

Der Peter und Paulsbote und auch die Kirchennachrichten im Amtsblatt sind wichtige Informationsebenen für das Gemeindeleben. Neue Möglichkeiten bietet die Homepage der Kirchengemeinde www.k-le.de, zu der wir gerne einladen und hinweisen. Der gemeinsame Ausschuss „Öffentlichkeitsarbeit“ engagiert sich, um diese auszubauen und die Aktualität zu verbessern. Nach und nach werden die verschiedenen Gremien sich darin vorstellen und eine Kontaktmöglichkeit einrichten. Damit kann jeder direkt Anregungen einbringen und Fragen per E-Mail stellen.

In der letzten Redaktionssitzung hat unser Team über die Aussage des Vatikans im März diskutiert und Herrn Pfarrer Stehle angesprochen, wie er darauf eingeht, wenn ein gleichgeschlechtliches Paar auf ihn zukommt und sich den Segen der Kirche wünscht: „Wir würden einen Weg finden.“

Am 2. Mai wurde vor der Kirche der Prüfungssegen zum Beginn der Prüfungswoche für Schüler, Studierende und Auszubildende gespendet.


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